Leichtbau Automotive Composites: Konzentration auf die schnelle RTM-Plattform

Aufgrund der Errichtung immer strengerer Emissionsstandards stützen sich Autohersteller auf Leichtbaustrategien. Zweifellos stellen Composites eine echte Lösung dar, um das Fahrzeuggewicht zu reduzieren. Um jedoch zu den Zielen des Automobilmarktes in Bezug auf Kosten und Produktivitätsraten zu passen, ist ein bedeutender Industrialisierungsschritt notwendig.

Chalon sur Saône (12. Juli 2016)

leichtbau automotive composites RTM PlattformDas Projekt „Fast- RTM“ zielt darauf ab, den industriellen Erwartungen durch Entwicklung der Werkzeuge und Verfahren zu entsprechen, die erforderlich sind, damit Composites sich den Weg in die Automobilindustrie bahnen. Dazu ist die schnelle RTM-Technologieplattform - Ergebnis des gleichnamigen Projekts –, die sich im Compositpark Saint Avold in Frankreich befindet, seit April 2016 in Betrieb.

Die Fast- RTM-Technologieplattform

Mit einer Investition von € 2,5 Mio. besteht sie aus einer vollausgestatteten Produktionsanlage, die es ermöglicht, alle Industrieentwicklungen zu realisieren, die benötigt werden, um Verbundbauteile zur Industrialisierung zu bringen. Um Automobilproduktivitätsraten zu erreichen, gibt es noch viele zu bewältigende wissenschaftliche und technologische Herausforderungen: Schnell reagierende Chemikalien, endkonturnahe Lösungen und thermische Heizung von Werkzeugen usw. Das C-RTM-Verfahren (Kompressions – RTM), das auf der Plattform entwickelt und analysiert wurde, zeigt bereits starke Verbesserungen in Bezug auf Zykluszeiten.

Fertigungsanlage:

Systemmerkmaletes fast rtm technologieplattform

ECS-Presse mit kurzem Hub (ökologisch - kompakt - nachhaltig)

  • Presskraft: 1500 t
  • Öffnungs- und Schließgeschwindigkeit: 800 mm/s
  • Aufspannplattengrößen: 2 m x 1,5 m

RTM-Anlagen und Werkzeuge

  • Innovative anpassbare Formwerkzeuge (Endkonturnahe Fertigteile, (thermische) Optimierung von Heizung und Kühlung)
  • Optimiertes Wärmeregulierungssystem (TPC-Technologie: strombetriebene Rohre)
  • Hochleistungs-Einspritzmaschine für Duroplast und Thermoplast (30-250 ccm/min)

Automatisierung

  • Leitrechner
  • 6-Achsen-Roboter (x2)- Nutzlastkapazität von 700 kg
  • Greifermodule (für Vorformen und Verbundteile)

Überwachungsprozess: Datenerfassung, Aufzeichnung und Nachbearbeitung

  • Zentrale Datenerfassung und Archivierung von Prozessdaten
  • Inline-Prüfung/Kontrolle (Vorform und Teil)
  • Energieverbrauchsmessung

Über das Fast Form Programm:

Über das Fast- RTM Projekt hinaus versucht das Fast Form Programm, neue Mittel und Anlagen zu entwickeln, um Verbundbauteile in großen Größen herzustellen. Die ursprüngliche Absicht dieses Projekts ist es, trockene Vorformen produzieren zu können, um diese dem RTM-Einspritzverfahren mit derselben Produktivitätsrate (Zykluszeit von 2 Minuten) und denselben Kosten zuzuführen. Dazu stützt sich das Projekt auf eine Vorformungsplattform mit mehreren Verfahren: eine technisch-wirtschaftliche Lösung für eine gegebene Spezialisierung bei Optimierung des Materialeinsatzes.

Das im März 2016 für 5 Jahre eingerichtete FAST FORM- Programm ist ein Projekt des technologischen Instituts IRT M2P, unterstützt durch das Investitionsprogramm „Programme des Investissements d’Avenir“. Das Konsortium setzt sich aus 14 Partnern zusammen, einschließlich der Hauptakteuere der französischen Autombilindustrie (PSA, RENAULT, FAURECIA & HUTCHINSON) und Industrieunternehmen des Compositsektors (ARKEMA, CHOMARAT, COMPOSE, CORIOLIS, ESI, HEXION, PINETTE, IS, OCV und SISE). Mit einem Budget von € 8,5 Mio. wird dieses Projekt zu einer Pflattform für € 4,5 Mio. führen, und die Personalseite (gleichwertig zu 10 Vollzeitstellen) wird durch eine Mischung zwischen den Teams von IRT M2P und verfügbaren Mitarbeitern von Industrieunternehmen sichergestellt.

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